Die besondere Münze - September
2022

Landgrafschaft Leuchtenberg

Taler 1547, Pfreimd, Georg III., 1531-1555

Landgrafschaft Leuchtenberg Taler 1547, Pfreimd, Georg III., 1531-1555

Erläuterungen:

  1. Die Silbermünze (28,72 Gramm) zeigt auf der Vorderseite den geharnischten St. Georg mit Schild und Fahne, zu seinen Füßen der lebende Drache. Auf der Rückseite ist der gekrönte, nimbierte Doppeladler mit österreichisch-burgundischem Brustschild sowie Titulatur Kaiser Karls V. abgebildet.
  2. Die Landgrafschaft Leuchtenberg mit Hauptort Pfreimd (am Zusammenfluss von Naab und Pfreimd) und zuvor mit Sitz in Leuchtenberg (Burg Leuchtenberg) lag im nördlichen Oberpfälzer Wald, etwa 30 km östlich von  Amberg. Die Leuchtenberger Landgrafen erhielten 1361 das Münzrecht, ihre Hauptmünzstätte war bis 1549 Pfreimd, wo von 1541-1549 Taler und andere Großmünzen geprägt wurden. 1553 erfolgte eine letzte Talerprägung in Erlangen.  
  3. Georg III. von Leuchtenberg, Reichsfürst mit Sitz im Reichsfürstenrat, war Kämmerer Kaiser Karls V. und nahm an der Schlacht von Pavia teil. Nur unter seiner Regentschaft wurden Leuchtenberg-Taler geprägt. 
  4. Nach dem Aussterben der  Leuchtenberger 1646 fiel die Landgrafschaft letztlich an Bayern und wurde 1808 aufgelöst. Der jeweilige bayerische Herrscher führte danach auch den Titel Landgraf von Leuchtenberg. Nach dem Sturz Napoleons verlieh König Maximilian I. Joseph an seinen Schwiegersohn Eugène de Beauharnais (Stiefsohn Napoleons und vormals König von Neapel) den Titel eines Herzogs von Leuchtenberg.