Die besondere Münze - Februar
2020

Ein Madonnentaler

Ein Madonnentaler
Abbildungen verkleinert
Abmessungen der Brosche 42,4 mm x 44,5 mm

Erläuterungen:

  1. Ursprünglich war das Schmuckstück ein Vereinstaler von 1871 aus der Zeit von Ludwig II, König von Bayern. Die Seite mit der Gottesmutter und dem Jesuskind wurde vielfarbig in Emaille bemalt und die Münze dann in eine Silberfassung mit Broschierung eingefügt. Münzen dieser Art wurden auch Marientaler oder Madonnentaler genannt, hier als Patrona Bavariae, die Schutzpatonin Bayerns gesehen. In anderen Ländern wurden Münzen mit der Patrona Hungariae, der Helvetia oder englischen Wappen und Regenten in farbigen Email-Schmuck verwandelt.
  2. Als weitere Schmuckformen wurden Münzen dieser Art einfach gelocht, mit Henkel , mit Öse mit Ringlein oder mit einer Schmuckfassung versehen. Diese hatte dann wie oben eine Broschierung oder eine Öse, um sie an einer Kette zu tragen. Statt einer Emaillierung findet man häufiger unbehandelte Münzen oder Münzen mit ausgesägten oder auch erhaben ausgetriebenen Motiven (z.B. Köpfchen oder Wappen).

Literatur:

  • I. W. Chick, Little Gems, A collection and history Enamelled Coins and Tokens from 1800´s – 1920´s, KNS 2002/03
  • A. Zetzmann, K. Grellmann, Deutsche Münzkuriositäten, Rostock 2004