Die besondere Wertmarke - April
2018

Ein Prinzenthaler

aus 1965

Ein Prinzenthaler aus 1965

Erläuterungen:

  1. Zur Vereinfachung und Beschleunigung von Bezahlvorgängen bei Festen musste der Besucher an einer zentralen Kasse Wertmarken einlösen, mit denen er dann bei der Bedienung am Tisch oder an der Theke seine Getränke oder Speisen bezahlen konnte. Abgebildet ist eine Wertmarke aus der Karnevalszeit 1956 in Bonn, die nur bei entsprechenden Veranstaltungen benutzt werden konnte.
  2. Abgebildet ist auf der Vorderseite ein nach  rechts schauender Porträtkopf mit hohemKragen (Hermelin Cape) und Narrenkappe  (Prinzenmütze). Innerhalb eines Randstabes weist ihn die Umschrift als  PRINZ PETER III / BONN 1956 aus. Auf der Rückseite heißt es zwischen zwei fünfzackigen Sternen GUT / FÜR 1 GLAS / Kur-Pils und die Wertmarke wird innerhalb des Randstabes als PRINZENTHALER bezeichnet. Das Material ist Aluminium mit dem Durchmesser 30,8 mm, einer Dicke 1,7 mm und einer Schwere von 2,00 g. Da der persönliche Orden des Prinzenpaares und auch der Orden des Festausschusses von der Firma Hoffstätter aus Bonn gefertigt wurde, könnte auch diese Wertmarke dort entstanden sein.
  3. Im Jahr 1956 war Karnevalsprinz Peter III. Waldeck von EhrenGarde der Stadt Bonn e.V. und Prinzessin war Renate I. Müller. Ihr Motto war: Der lachende Löwe.
  4. Das Kur-Pils kam von der Kurfürstenbrauerei, deren 321 Jahre Geschichte 2011 endete.

(Literatur:
Gerd Opalka, Wertmarken-Katalog 16, Katalog der Bier-Marken (Deutschland, Orte A–Z), Nummer Bonn Nr. 12 (bisher unveröffentlichtes Manuskript in der Fassung vom Januar 2010, wird demnächst online herausgegeben von Dr. Bernd Thier Everswinkel auf www.wertmarkenforum.de).